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Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

Energiewende, das ist leichter gesagt als getan. Im Jahr eins der Wende wurden acht Atomkraftwerke abgeschaltet und erneuerbare Energien liefern so viel Strom wie nie. Das ist der sichtbare Teil.

Hinter den Kulissen aber türmen sich die Probleme. Dem System fehlen Stromnetze, dem System fehlen Speichermöglichkeiten, das System ist noch nicht smart. Im Jahr eins gleicht die deutsche Energielandschaft einer Baustelle, an der zwar schon kräftig gebaggert wird, der Architekt mit den Plänen aber noch nicht aufgetaucht ist.

Und es ist noch nicht einmal nur eine Baustelle, an der sich das Gelingen der Energiewende entscheidet. Ja, es braucht neue Übertragungsnetze, um Windstrom Richtung Süden zu transportieren. Es braucht aber auch einen Umbau der regionalen Verteilnetze, in denen immer öfter Strom in zwei Richtungen fließt: in Wohnungen, aber auch von Photovoltaikanlagen auf den Dächern zurück ins Netz. Zudem darf der Umbau der deutschen Stromversorgung die Stabilität hierzulande nicht gefährden – aber er bettet sich auch ein in ein europäisches System. Schon wächst in Nachbarländern der Ärger über abfließenden Windstrom, der dort die Netze über die Maßen auslastet. Die Energiewende mag ein deutsches Projekt sein, aber ihr Erfolg entscheidet sich auch in Europa.

Auch gibt es noch keinen Plan für den Übergang von einer fossilen in eine erneuerbare Welt. Wie viele konventionelle Kraftwerke werden auf Dauer nötig sein? Werden es große oder kleine Kraftwerke sein, gespeist mit Erdgas oder Kohle? Werden sie rentabel arbeiten können? Und wenn nicht: Wer soll sie dann errichten? Fragen über Fragen, im Jahr eins der Energiewende.

Sie sollen auch im Mittelpunkt des 7. Deutschen Energiekongresses stehen, beantwortet aus verschiedenen Blickwinkeln: dem der Politik in Deutschland und Europa, aus der Perspektive von Stadtwerken, großen Energieversorgern und internationalen Playern, von Wissenschaft und Praxis. Wir freuen uns, Sie auf dem diesjährigen Kongress, zu dem die Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH und die con|energy agentur gmbh gemeinsam mit den Medienpartnern Süddeutsche Zeitung und n-tv herzlich einladen, zu begrüßen. Profitieren Sie vom Wissen der Experten und dem Erfahrungsaustausch mit Kollegen und entwickeln Sie daraus Ansätze für die Zukunft Ihres Unternehmens und der deutschen Energiebranche.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Bauchmüller
Parlamentsredaktion
Süddeutsche Zeitung
Claudia Garrels
Leiterin managerakademie
Süddeutscher Verlag Veranstaltungen