10. Deutsch-Österreich­ischer AIDS-Kongress

25.03. bis 27.03.2021 in virtueller Form

40 Jahre HIV/AIDS – Pandemien gestern und heute

  • Überblick

    Herzlich willkommen zum DÖAK 2021

    Wir freuen uns Mediziner*innen, Fachkräfte und alle am Thema Interessierten zu unserem DÖAK 2021 begrüßen zu dürfen. Der DÖAK findet bereits zum 10. Mai statt. Das Kongressmotto des DÖAK 2021 in München lautet “40 Jahre HIV/AIDS – Pandemien gestern und heute“.

    Unter diesem Aspekt bieten viele namhafte Wissenschaftler*innen (mehr dazu im Programm) einen umfassenden Workaround für alle, die sich im Bereich HIV/AIDS fortbilden möchten. Neben psychosozialen Themen werden Einblicke in die neuesten Forschungsergebnisse u.a. zu den Themen Antiretrovirale Therapie, PrEP und HIV-Impfung gewährt. Selbstverständlich können sich die Teilnehmer*innen auch selbst aktiv in die Workshops einbringen.

    DÖAK 2021: So hat sich die medizinische Arbeit gewandelt

    Als das Virus entdeckt wurde, war eine HIV-Infektion fast immer ein Todesurteil. Vieles war im Unklaren, zum Beispiel wer sich infizierte und wie. Zunächst als Krankheit von Homosexuellen angesehen, wandelte sich das Bild der Krankheit im Laufe der Jahre. Unvergessen bleibt wohl das Bild von Lady Di, die einem Infizierten die bloße Hand zur Begrüßung reichte. Für viele ein unvorstellbarer Vorgang. Zu groß waren die Berührungsängste und es kursierten viele falsche Informationen in der Bevölkerung. Unvergessen bleibt auch die BzGA-Werbung mit Ingolf Lück und Hella von Sinnen: „Tinaaa, wat kosten die Kondome?“

    Mit den erzielten medizinischen Fortschritten kam es zu einer immer größer werdenden Akzeptanz in der Bevölkerung. Zwar glaubte und hoffte man früh, einen Impfstoff gegen das Virus zu finden. Trotz aller Bemühungen ist dies aber bislang nicht geglückt. Einen tiefen Einblick in die Forschungsberichte liefern namhafte Referent*innen auf dem DÖAK.

    Dennoch gibt es Fortschritte in der Medizin, die tatsächlich vor 40 Jahren so noch nicht mal im Ansatz denkbar waren. Mittlerweile weicht die durchschnittliche Lebenserwartung nicht wesentlich von der eines HIV-Negativen ab. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Menschen frühzeitig zur Behandlung vorstellen und ihre Therapien dauerhaft erfolgreich sind.

    DÖAK Thema: HIV-Infektionen

    HIV ist nach wie vor ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft: So lebten 2019 nach Schätzungen von UNAIDS weltweit 38 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion, davon 1.8 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Etwa 20 Prozent der Menschen mit HIV wissen nichts von ihrer Infektion. Und aktuell erhalten nur etwa 67 Prozent der Betroffenen weltweit eine HIV-Therapie. Wie geht man mit den verschiedenen Patient*innengruppen um? Sind die Therapieansätze gleich? Was müssen Mediziner*innen im Allgemeinen und im Speziellen beachten?

    Dieses und viele weitere Themen werden sich auf unserem Deutsch-Österreichischen AIDS Kongress interdisziplinär diskutiert. Referent*innen aus den verschiedensten Themenbereichen werden Sie auf den neuesten Stand der Forschung bringen.

    PrEP

    Menschen mit einem hohen HIV-Infektionsrisiko können von einer HIV-Präexpositionsprophylaxe, kurz PrEP genannt, profitieren. Wie sich diese Form der HIV-Prävention inzwischen etabliert hat, wird ein Thema auf dem DÖAK sein.

    Die PrEP schützt allerdings nur vor HIV und nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) wie zum Beispiel Tripper, Chlamydien, Syphilis oder Hepatitis.

    Wie präsent ist HIV im Sexleben in der Allgemeinbevölkerung?

    Eine Risikogruppe, die besonders von der PrEP profitiert sind Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben. Allerdings herrscht in der Allgemeinbevölkerung zur PrEP noch ein Aufklärungsbedarf. Über 90% der HIV-Neuinfektionen hierzulande sind auf sexuelle Übertragungen zurückzuführen, obwohl die meisten Menschen wissen, wie sie sich vor HIV schützen können. Im internationalen Vergleich ist die Neuinfektionsrate in Deutschland allerdings vergleichsweise niedrig.

    Durch die antiretrovirale Therapie und die Gabe von PrEP bei besonders gefährdeten Risikogruppen lässt sich die Übertragungsrate minimieren. Auch eine normale Schwangerschaft ist heute möglich. Informationen dazu finden Sie nicht nur auf unserer Homepage, sondern auch auf dem DÖAK 2021 in München von ausgewiesenen Experten rund um dieses Thema.

    Neuerungen bei HIV Medikamenten

    Zur Therapie einer HIV-Infektion stehen derzeit eine große Anzahl an Einzel- und Kombinationsmedikamenten zur Verfügung. Dabei haben alle ein Ziel: die Virusreplikation dauerhaft zu unterdrücken. Der HIV-Replikationszyklus bietet hierbei mehrere Ansatzpunkte für antiretrovirale Medikamente.

    Im Bereich der Medikamente haben sich einige Neuerungen ergeben. Unsere Expert*innen informieren Sie dazu umfassend.

    HIV und COVID-19, ein großes Thema

    Zählen HIV-Infizierte zur Risikogruppe? Dürfen Betroffene noch im Gesundheitswesen arbeiten? Helfen HIV-Medikamente gegen Corona? Mit all diesen Fragen werden Mediziner*innen seit dem Ausbruch von Corona häufig konfrontiert. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Sensibilisieren und informieren, aber Ängste nehmen. Die meisten Menschen mit HIV in Deutschland nehmen antiretrovirale Medikamente. Diese verhindern die Vermehrung von HIV im Körper und schützen so das Immunsystem.

    Menschen mit HIV unter wirksamer HIV-Therapie sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht erheblich mehr durch SARS-CoV-2 gefährdet. Es fehlen aber noch ausreichende Daten. Daher gilt auch hier: Kontakt meiden und Hygiene konsequent durchführen.

    Es wurde anfangs auch die Gabe von HIV-Medikamenten zur Therapie von SARS-CoV-2 diskutiert. Im Bereich der HIV-Spezialist*innen wurde dieser Ansatz vielfach kritisiert. Es gibt zwar Computermodelle, die zeigen, dass sich der Arzneistoff Tenofovir in der Form von Tenofoviralafenamid (TAF) oder Tenofovir-Disoproxilfumerat (TDF) möglicherweise an bestimmte Teile des Coronavirus bindet und dadurch eine hemmende Wirkung haben könnte. Es liegen dazu aber noch keine ausreichenden Daten vor.

    Sehr viel mehr Sorgen machen sich HIV-Expert*innen über die langfristigen Folgen der Coronakrise: Die Behandlung von SARS-CoV-2-Patient*innen ist eine zusätzliche Belastung für viele ohnehin schwache Gesundheitssysteme. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Folgen: Absatzeinbrüche, Arbeitslosigkeit, ggf. Verlust der Krankenversicherung. Diese Folgen abzumildern, benötigt viel Geld. Die Frage ist: Bleibt genug, um die Behandlungs-Programme für Menschen mit HIV weiter wie geplant auszubauen und bestehende Programme weiter zu führen?

    Aus gegebenem Anlass wird dieser Punkt wohl in vielen unserer Vorträge vorkommen. Da diese Situation für alle neu ist und niemand genau weiß, wie sie sich weiterentwickelt, sehen wir den DÖAK 2021 auch als Plattform, um sich über zukünftige Optionen auszutauschen. Wir legen Wert darauf, dass der DÖAK nicht nur als reine Informationsveranstaltung dient, sondern auch die Möglichkeit zu Diskussion und interdisziplinärem Austausch bietet.

    DÖAK 2021: HIV und Impfungen

    Eine Impfung gegen HIV gibt es immer noch nicht, auch wenn die Forschung mehrfach bereits vor dem großen Durchbruch zu sein schien. Die Suche nach einem HIV-Impfstoff hat erst im Februar dieses Jahres einen schweren Rückschlag erlitten. Die groß angelegte Studie HVTN 702 wurde abgebrochen, da kein Erfolg zu verzeichnen war.

    Auch die Thematik, wie Menschen mit HIV geimpft werden sollen, beschäftigt Mediziner*innen. Daher gilt es neben den Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission) den Allgemeinzustand der Patient*innen und deren individuelle Lebenssituation zu berücksichtigen.

    Stigma und Betroffene

    Studien zum Thema HIV-bedingter Stigmatisierung zeigen, dass Menschen mit HIV auch heute noch Ausgrenzung erfahren. Die Erfahrungen reichen von übler Nachrede über Beleidigungen bis hin zu tätlichen Angriffen. Zahlreichen Menschen wurde aufgrund von HIV sogar eine medizinische Behandlung verweigert (zum Beispiel beim Zahnarzt). Auch im Arbeitsumfeld beinhaltet die Offenlegung der HIV-Diagnose das Risiko von Diskriminierung.

    Die Akzeptanz von Menschen mit HIV in der Gesellschaft wächst, da vielen klar ist, dass man auch mit HIV-Infektion ein normales Leben führen kann. Dennoch ist der Abbau von HIV-bedingter Stigmatisierung und Diskriminierung auch heute noch ein wichtiges Thema, das auf der Agenda des DÖAK steht.

    Wir freuen uns, Sie zum virtuellen Deutsch-Österreichischen AIDS Kongress 2021 begrüßen zu dürfen.

    Veranstalter:

    Wissenschaftliche ­­Kongressleitung:

    Fortbildung

    Der Deutsch-Österreichische AIDS-Kongress (DÖAK) ist als Fortbildungsveranstaltung durch die Bayerische Landesärztekammer anerkannt und ist auf das Fortbildungszertifikat der Bayerischen Landesärztekammer anrechenbar.

    Kongress-Präsident
    Prof. Dr. med. Christian ­Hoffmann

    Kongress-Präsident
    Prof. Dr. med. ­Oliver Keppler

    Kongress-Sekretär
    PD Dr. Christoph D. Spinner

    Ihr Kontakt:

    Mike Aschenbrenner

    Konferenzmanagement / Teamleitung
    Sein Rezept gegen stressigen Büroalltag: Musik von Jonny Cash oder italienische Gassenhauer und dazu eine Runde Fußball mit den Kollegen.

    Roswitha Kübler

    Geschäftsführung / Assistenz der Geschäftsführung
    Sie weiß, wie der Laden läuft: Als gute Seele der Geschäftsleitung und des Teams kennt sie die Antwort auf fast jede (unternehmensbezogene) Frage.

    Nicole Haverkamp

    Sponsoring & Fachausstellung / Sales Managerin
    Teamgeist, Motivation und Ausdauer beweist sie nicht nur als Sales Managerin, sondern auch in ihrer Freizeit beim Marathon oder Triathlon.
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