Praxisseminar: Regress­konstellationen und Zivilprozesse in der Automobil­industrie

06.11. bis 07.11.2018 in Nürnberg

  • Überblick

    Recht der Automobilzulieferer:

    Über die letzten Jahre hat die Zahl der gerichtlichen Streitigkeiten in der Automobilbranche stetig zugenommen. Die Zeiten werden rauer! Wo früher Konflikte einvernehmlich gelöst wurden, da finden sich heute Automobilzulieferer und Hersteller oftmals vor Gericht wieder. In Produkthaftungs- oder sonstigen Gewährleistungs- oder Haftungsfällen klagen Hersteller hohe Beträge ohne angemessene Begründung und selbst bei Fehlen eines Verschuldens des Zulieferers ein. Zudem werden die Streitigkeiten immer internationaler.

    Problemstellungen von Tier-1 und Tier-2:

    Gerade für die Automobilzuliefererbranche stellen sich dabei vielfältige spezifische prozessuale Probleme. Zur Vermeidung unliebsamer Überraschungen vor Gericht ist es daher außerordentlich hilfreich, sich mit diesen Problemstellungen bereits frühzeitig zu beschäftigen:

    • Die Regresskonstellationen im Verhältnis Hersteller (OEM) – Tier 1 – Tier 2 Zulieferer sind komplex und durch die Rechtsprechung geprägt. In der Praxis haben sich bestimmte materiell rechtliche und beweisrechtliche Verteidigungsmöglichkeiten bewährt.
    • Entlang der Regresskette kann es zu unterschiedlichen Verjährungsfristen zwischen OEM, Tier 1 und Tier 2 Zulieferern kommen. Diese gilt es im Blick zu behalten und gegebenenfalls verjährungshemmende Maßnahmen einzuleiten, damit der Automobilzulieferer nicht in eine „doppelte Regressfalle“ läuft.
    • In gerichtlichen Streitigkeiten in der Automobilbranche stellen sich spezifische beweisrechtliche Fragen. Von großer Bedeutung ist hierbei, wer einen Mangel wie zu beweisen hat und welche Anforderungen an den Nachweis eines aus einem Mangel folgenden Schadens zu stellen sind. Gerade bei den enormen Summen die in Rückruffällen als Regress eingeklagt werden, ist eine effiziente und strategisch durchdachte Verteidigung von entscheidender Bedeutung.
    • Die Automobilindustrie ist eine hochgradig globalisierte Industrie geworden. Es stellen sich daher vielfältige Fragen in Hinblick auf das zwischen Zulieferer und Hersteller anwendbare Recht sowie die internationalen Zuständigkeiten der Gerichte.

    Das Seminar setzt sich vertieft mit diesen Fragestellungen auseinander und gibt praktische Tipps für die präventive Vertragsgestaltung.

    Referent
    Dr. Philipp Egler

    Bird & Bird LLP

    Referent
    Dr. Christian Kessel

    Bird & Bird LLP

    Ihre Ansprechpartner

    Anne von Türckheim-Horch

    Projektleitung / Automobil & Industrietechnik
    In ihrer Kindheit träumte sie davon Ärztin zu werden. Heute bringt sie Menschen nicht im Wartezimmer sondern auf ihren Veranstaltungen zusammen.

    Lars Schimmel

    Konferenzmanagement / Auszubildender Veranstaltungskaufmann
    Er wollte Astronaut werden. Nicht schwere-, aber mühelos macht er seine Ausbildung, die für ihn ein Mix aus Kommunikation und Weltoffenheit ist.
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